Sonntag, 12. Oktober 2014

die ersten COP-Tage

Gestern ging die COP endlich offiziell los.
Trommelshow zum Auftakt

Am Morgen haben wir uns wie in den nächsten Tagen immer mit GYBN getroffen, um denMit einer eindrucksvollen Trommelshow wurde die Welt zur COP "zusammengetrommelt": Mit dem Einzug der "VIPs", (z.b. Präsident der COP11 vor 2 Jahren, Präsident der COP12, Exekutivsekretär der CBD etc etc) gingen dann die üblichen Formalia los, bevor mir der Vorstellung des Global Biodiversity Outlook 4 dann die eigentlichen Verhandlungen begonnen haben.
Über den ganzen Vormittag weg gab es dann Eingangsstatements von sämtlichen "Parties", NGOs, ILCs und wie sie noch so alle heißen. Auch unsere Jugenddelegation durfte kurz vor der Mittagspause noch ein Statement abgeben.
Verhandlungsbeginn
Minjae aus Südkorea beim Verlesen unseres Eingangsstatements


Nach der Mittagspause wurden weitere Statements zum GBO 4 abgegeben. Abends ging es dann zum Eröffnungsempfang der COP ins zukünftige olympische Skisprungstadion von Pyeongchang.
Skisprungstadion: Hier fand die Eröffnungsparty statt

Traditionelle Tänzer

Am Dienstag haben wir vormittags eine Intervention zu EBSAs, den "Environmentally or Biologically Significant Areas" vorbereitet und hatten später auch Gelegenheit, diese zu halten. Bei dem Thema der EBSAs geht es um potentielle Meeresschutzgebiete. EBSAs sind Gebiete im Meer, die sich von ihren Eigenschaften her dazu eignen, Schutzgebiete zu sein. In unserer Intervention haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass EBSAs nicht genug sind und gefordert, dass die Arbeit weitergeht und möglichst viele dieser Gebiete auch unter Schutz gestellt werden.
Am heutigen Mittwoch war viel los. Heute morgen haben wir gemeinsam mit GYBN einen offenen Brief an Martin Schulz, den Präsidenten des Europäischen Parlaments geschickt, um ihn darauf aufmerksam zu machen und dringend zu bitten, dafür zu sorgen, dass die kommende EU-Kommission unter Jean-Claude Juncker umgestellt wird und die EU weiterhin eine Vorreiterrolle im Natur- und Umweltschutz einnehmen kann.
Am Nachmittag war ein Side Event von GYBN, also eine offizielle Veranstaltung außerhalb der Verhandlungen. Hierbei ging es um die Möglichkeiten Jugendlicher, beim erreichen der sogenannten Aichi Targets, also den Zielen der Convention on Biodiversity bis 2020, zu helfen. Alex und ich haben dabei das Jugendaktionsprogramm Artenschutz der NAJU Baden-Württemberg vorgestellt, in dem es darum geht, Jugendliche auf heimische schützenswerte Arten aufmerksam zu machen. Am Abend gab es noch ein seltenes Highlight zu bestaunen. Eine totale Mondfinsternis ist ja an sich schon selten, aber wenn diese noch in Korea stattfindet und man genau dann grade dort ist, das ist schon außergewöhnlich :-)

Alex und ich beim Vortrag während des Side Events


Sonntag, 5. Oktober 2014

Let's get started!



Nach intensiver Vorbereitung in Brodowin und auf Vilm und nach der langen Anreise nach Korea geht es heute endlich richtig los. Nach einem ausgiebigen Frühstück und der kürzesten Wartezeit auf ein Taxi aller Zeiten (leider fahren Sonntag früh keine Busse zum Konferenzzentrum) kamen wir mit ausreichend Zeit im Gepäck am Alpensia convention center an und haben uns registrieren lassen und dabei unsere Badges abgeholt, die uns Zutritt zum Konferenzgelände gewähren.

unsere Badges - die Eintrittskarten zur COP



Nach einer kleinen Erkundungsrunde auf der wir auch schon die ersten aus der Vorbereitung bekannten Gesichter gesehen haben ging es zum "Youth meeting room", wo es im Lauf des Vormittags eine Einführung für alle anwesenden Jugendlichen aus aller Welt gab und auch eine kleine "Icebreaker-Runde" durchgeführt wurde, damit wir uns schonmal ein bisschen kennenlernen konnten. Nach den ersten Vorträgen über GYBN und die CBD-Prozesse ging es dann zum Mittagessen, zu dem uns netterweise die koreanische Organisation KCBD eingeladen hat.

Gruppenarbeit beim GYBN-Treffen


Nach dem Mittagessen ging es weiter mit einem konkreteren inhaltlichen Einblick in die Konferenz. Nachdem wir gehört hatten, was die wichtigsten Verhandlungspunkte sein werden, haben wir uns in kleinere Gruppen aufgeteilt, um uns inhaltlich mit einzelnen Punkten auseinanderzusetzen.
Schlag auf Schlag ging es weiter mit einem spannenden Vortrag von Christine von Weizsäcker, die als NGO-Vertreterin für die CBD Alliance vor Ort ist und über unsere Einflussmöglichkeiten während der COP gesprochen hat, bevor eine Podiumsdiskussion mit Horst Korn aus der deutschen Delegation, Malta Qwathekana von der Südafrikanischen Delegation und Chantal Robichaud vom CBD Sekretariat stattgefunden hat. Auch in dieser ging es um Erwartungen und Möglichkeiten für die COP aus Sicht der Delegierten und des Sekretariats.

Videostatements am Abend


Nach der Diskussion haben wir uns, wieder auf Einladung von KCBD, zum Bibimbap-Essen auf dem Weg in ein Restaurant in der Nähe gemacht. Auch auf Grund des nicht beheizten und immer kälter werdenden Zeltes haben wir den Rest der Sitzung, in welcher die nächsten Schritte, wie Verteilung von Interventions und Organisation von Side Events, besprochen wurden, abgehalten. Nach einem langen ersten Tag auf der COP ging es dann zurück ins Hotel.

Freitag, 3. Oktober 2014

Erste Eindrücke von Korea

Korea – Ankunft in einer anderen Welt

8850km liegen vor uns




Nach langem Flug landeten wir am Donnerstag gegen Mittag in Korea.Nach Einreise und Einsammeln des Gepäcks hatten wir noch ein paar Stunden Zeit, bis unser Bus nach Pyeongchang fuhr, in denen wir uns eine koreanische Simkarte fürs Handy und ausreichen zu Eseen für den Tag besorgten. Ansonsten war die Zeit gut, um einfach nochmal runterzukommen.

Am Flughafen - fast da :-)


Für die Busfahrt zum Konferenzzentrum waren 3 Stunden veranschlagt. Im Abendlichen Verkehr Seouls brauchten wir aber schon über 2 Stunden, um die Grenzen dieser riesigen Metropole zu erreichen. Nach insgesamt knapp 6 Stunden kamen wir dann glücklich und Hundemüde im Hotel an, wo wir nach dem Einchecken ziemlich schnell in unseren Zimmern und Betten verschwanden.

Nach der Wiedersehensfreude mit den Vorausgereisten und einem ausgiebigen Frühstück haben wir uns entschieden, den am Odaesan Nationalark gelegenen Woljesonga-Tempel zu besuchen. Auf dem Weg dahin konnten wir uns an Straßenständen durch verschiedene Süßgebäckstücke durchprobieren. Manche erinnerten auf den ersten Blick an Berliner, waren aber mit Füllungen von (vermutlich) Rote Bohnen, Süßkartoffel und Kürbiscreme dann doch klar vom uns bekannten zu unterscheiden.

Gebirge

Marktstände


Ein paar weitere Minuten Busfahrt später kamen wir in der Nähe des Tempels an. Von der Bushaltestelle wiesen uns farbige Lampions den Weg.. Hier möchte ich einfach Bilder sprechen lassen, denn es war tatsächlich ein Eintauchen in eine andere Welt.

den Weg zum Tempel kann man nicht verfehlen :-)








Nach der Besichtigung haben wir mitten in einer Masse an weiteren Touristen einen Spaziergang an einem ebenfalls Lampionbestückten Waldweg entlang gemacht.
auch in Korea kommt der Herbst


Danach ging es zurück zum Hotel. Auf Grund einer Empfehlung der Hotelchefin und der möglicherweise etwas vorlauten Äußerung einzelner, dass wir sehr gerne scharf essen, gingen wir dann zum Abendessen in die Stadt. Einige feuchte Augen und laufende Nasen später (obwohl so extrem scharf war es doch echt lecker) haben wir den Abend dann in einer Kneipe ausklingen lassen.


Wie oft ich es schaffe, in nächster Zeit selbst zu bloggen weiß ich nicht, aber lest gern auch unseren Delegationsblog unter www.voiceforbiodiv.de :-)